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Aus der Zeit um 1800 sind der Literaturgeschichte vor allem Autoren in Erinnerung geblieben, allen voran jene, die zu den Klassikern der deutschen Literatur erklärt wurden: Goethe und Schiller. Die vielen Autorinnen der Epoche sind demgegenüber lange Zeit kaum beachtet worden; sie wurden nicht kanonisiert. So kommt es, dass die Autorinnen um 1800 – gemessen an der Aufmerksamkeit, die ihre männlichen Kollegen erfahren – in der Literaturgeschichtsschreibung nur eine marginale Rolle spiel(t)en.
Das SE möchte einige dieser Autorinnen vorstellen, indem exemplarische Werke (epische, lyrische und dramatische) in der gemeinsamen Lektüre erschlossen werden. In einem zweiten Schritt soll darüber hinaus thematisiert werden, wie und warum die Kanonisierungsprozesse abliefen, die zum Beispiel dazu führten, dass Goethe heute fest im kulturellen Gedächtnis verankert ist, Sophie Mereau oder Christine Westphalen aber nicht.

Semester: SoSe 2020