Im Jahr 2015 machten die Vereinten Nationen durch die „2030 Agenda“ ihren neuen entwicklungspolitischen Ansatz publik, der auf dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung basiert. Obwohl die „2030 Agenda“ einen inklusiven, holistischen und postkolonialen Entwicklungsansatz für sich reklamiert, wird sie für ihre Nichtbeachtung religiöser Dimensionen von Entwicklung kritisiert.

Um dieser Kritik etwas entgegenzusetzen, verfolgt das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seit 2016 die strategische Inklusion religiöser Akteure in die deutsche internationale Entwicklungszusammenarbeit.

In diesem Seminar setzen wir uns mit den Debatten um das Verhältnis zwischen Religion und nachhaltiger Entwicklung im Kontext der internationalen und deutschen Entwicklungszusammenarbeit auseinander. Wir lernen die Perspektive des BMZ auf religiöse Akteure als Partner in der Entwicklungszusammenarbeit kennen und diskutieren die Potentiale und Spannungsfelder zwischen Religion und nachhaltiger Entwicklung.

Die Studierenden können eigene Länderschwerpunkte aus Asien und Afrika setzen.

Die Studierenden erhalten Einsichten in die aktuellen Debatten und praktischen Ansätze der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere Deutschlands. Es wird die Fähigkeit der kritischen Reflektion über die internationale Entwicklungszusammenarbeit sowie über die Rolle von Religion im nachhaltigen entwicklungspolitischen Kontext geschärft. Für die Referate und Hausarbeiten recherchieren die Studierenden praxisnah und länderbezogen über die Potentiale und Spannungsfelder von Religion und nachhaltiger Entwicklung.


Semester: WiSe 2023/24